Welche Hyphoseangebote gegen das Rauchen gibt es in Deutschland?

Welche Hyphoseangebote gegen das Rauchen gibt es in Deutschland?

Hypnose Raucherentwöhnung
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In Deutschland greifen etwa 28 % aller Erwachsenen regelmäßig zur Zigarette. Von diesen 28 % ist ein Großteil teilweise stark nikotinabhängig, raucht also mehr als 10 Zigaretten am Tag. Dabei stellt das Rauchen eines der größten gesundheitlichen Risiken dar. Raucher sterben im Schnitt 10 Jahre früher als Nichtraucher und haben ein erhöhtes Risiko Krebserkrankungen zu erleiden. In Deutschland gehen etwa ein Drittel aller Krebserkrankungen auf Tabakrauch zurück, bei Krebserkrankungen im Mund am Rachen und in der Lunge sogar mehr als 90 %. Darüber hinaus erkranken Raucher auch öfter an chronischen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und haben ein höheres Risiko einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Thrombose zu erleiden. Es gibt also zahlreiche gute Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören. Etwa 65 % aller Raucher in Deutschland haben mindestens einmal versucht, mit dem Rauchen aufzuhören. Davon schafft es ungefähr die Hälfte, im Laufe des Lebens tatsächlich mit dem Rauchen aufzuhören, auch wenn es dafür häufig mehrere Versuche braucht.

Wer in Deutschland mit dem Rauchen aufhören möchte, findet dafür zahlreiche Möglichkeiten vor. Neben Büchern und Apps, die den Rauchstopp erleichtern sollen, gibt es auch Angebote für Gruppen- und Verhaltenstherapien, die dem Raucher bei der Rauchentwöhnung helfen sollen. Darüber hinaus gibt es auch medikamentöse Therapien und Nikotin-Ersatzmittel, die dabei helfen, Rauchern den Entzug zu erleichtern. Eine weitere Möglichkeit, mit dem Rauchen aufzuhören, ist die Rauchentwöhnung durch Hypnose.

Um zu verstehen, warum Hypnose bei der Rauchentwöhnung funktioniert schauen wir uns an, wie Hypnose auf uns wirkt. Während der Hypnose können wir weniger auf die Gehirnareale zugreifen, die für Denken und Planung verantwortlich sind. Dagegen sind die Areale für Aufmerksamkeit, Ich-Gefühl und der Visualisierung in diesem Zustand sind besonders aktiv. Aus diesem Grund gehen Mediziner davon aus, dass unser Gehirn während der Hypnose stärker für Impulse von außerhalb empfänglich ist. Während der Hypnose gibt der behandelnde Therapeut dem aufhörwilligen Raucher mit Anstöße, die das Verlangen zu rauchen mildern sollen. Dazu löst er durch suggestive Eingebungen positive Verknüpfungen, die der Raucher zu seinem Rauchverhalten entwickelt hat auf und ersetzt diese durch negative Verknüpfungen. Eine negative Verknüpfung könnte beispielsweise sein, Zigaretten mit Asche zu verbinden, welche man konsumiert. Daneben werden dem Patienten unter Hypnose positive Botschaften vermittelt, die sich auf das Leben als Nichtraucher beziehen und sich klar vom Rauche abgrenzen. Dadurch werden die bestehenden Suchtmuster des Patienten durchbrochen und neue Verhaltensweisen entwickelt. Der Patient hat nach der Hypnose idealerweise seine positive Meinung zum Rauchen geändert und sein Suchtverhalten überwunden. Darüber hinaus werden dem aufhörwilligen Raucher Strategien an die Hand gegeben, wie dieser sein Leben künftig rauchfrei gestalten kann.

Zusätzlich zu den Hypnosesitzungen finden auch persönliche Gespräche zwischen Therapeuten und Patienten statt, in denen den Ursachen des Rauchverhaltens und den positiven Verknüpfungen, die der Patient zum Rauchen aufgebaut hat auf den Grund gegangen wird. Über diese Verknüpfungen hinaus ermittelt der Therapeut in den Gesprächen mit dem Patienten auch Kraftquellen des Rauchers, die ihm anschließend dabei helfen, die Entwöhnung vom Rauchen durchzustehen. Meist reicht eine Sitzung nicht aus, um eine erfolgreiche Abkehr vom Rauchen zu gewährleisten. Aus diesem Grund bietet der Therapeut mehrere Einheiten an, die durch Übungen, welche der Patient zu Hause durchführen kann unterstützt werden.

Hypnose ist als Methode nicht für jeden Raucher geeignet. Zum einen muss der Wille bestehen, mit dem Rauchen aufzuhören, zum anderen können die Hypnosemaßnahmen nur dann richtig funktionieren, wenn die behandelte Person auch zur Hypnose bereit ist. Auch kann es zu einem Rückfall nach der Behandlung kommen, wenn der ehemalige Raucher mit einer Krise oder einer Versuchungssituation konfrontiert wird. Hypnose ist allerdings eine der besten Möglichkeiten wenn es darum geht, einen Anfang zu machen und vom Rauchen wegzukommen.

Studien haben ergeben, dass Raucher, die Hypnose zur Entwöhnung nutzen erfolgreicher sind als solche, die keine Maßnahmen in Anspruch nehmen. Damit die Hypnose so wirksam wie möglich ist empfiehlt es sich als Raucher während der Behandlungszeit auch selbst Initiativen zu ergreifen. Dazu gehört es, sich mit dem eigenen Rauchverhalten auseinanderzusetzen und eigene Gesprächsansätze mitbringen. Auch die Wahl eines guten Therapeuten ist entscheidend für den Erfolg der Hypnosesitzungen. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, die Hypnose gemeinsam mit anderen Möglichkeiten der Rauchentwöhnung anzuwenden. Beispielsweise kann der ehemalige Raucher zusätzlich Lektüre zum Rauchstopp lesen oder sein Rauchverhalten dokumentieren. Ohne eigene Motivation, mit dem Rauche aufzuhören, kann Hypnose keine Wunder vollbringen.

Möglichkeiten, durch Hypnose rauchfrei zu werden gibt es meistens ganz in der Nähe. Über die Seite www.veranstaltungen-regional.de/tickets/wellness-und-lifestyle/Gesundheit/?art=Hypnose&schlagworte=rauchen kannst du nachschauen, wo bei dir in der Gegend Hypnose als Methode zur Rauchentwöhnung angeboten wird.

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