Cold Brew – der besondere Kaffee-Trend

Cold Brew – der besondere Kaffee-Trend

Coldbrew
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Ein besonderer Kaffee-Trend heißt Cold Brew. Für die Zubereitung braucht man mehr Zeit, dafür ist er bekömmlicher und die Vielfalt an Aromen sorgt für Glücksgefühle.

Kalt gemacht

Vor einiger Zeit atmeten Kaffeetrinker vorsichtig auf: Die ellenlangen Nachfragen vor der Erstellung des begehrten Heißgetränks artete langsam seltener aus in den Fragen nach to go, tall vanilla latte, low fat milk, without foam, half decaf… und so weiter. Vielmehr bestellen wir oft einfach wieder nur „einen Kaffee bitte“. Aber die Zeit der wortkargen Idylle ist mittlerweile auch schon wieder vorbei, schließlich ist das Angebot erneut erweitert worden: Kalter Kaffee ist der angesagte Trend, der im schicken Englisch als „Cold Brew“ inzwischen so sehr beliebt ist.

Namhafte Anbieter haben geeigneten Kaffee im Angebot. Relativ kurz gerösteter Kaffee aus Kenia eignet sich sehr gut für Cold Brew Kaffee. Zu finden ist er im Kaffee Online Shop

Ganz allgemein sollte Cold Brew Kaffee nicht mit dem Klassiker Eiskaffee verwechselt werden, für den heiß bereiteter und abgekühlter Kaffee mit Vanilleeis ergänzt wird. Manchmal kommt Schlagsahne drauf und Eissorten wie Haselnuss, Schokolade oder Stracciatella passen auch in den herkömmlichen Eiskaffee. Mit einem Cold Brew hat das aber gar nichts zu tun. Denn ein Cold Brew Kaffee wird nie erhitzt und eine Kaffeemaschine ist nicht nötig.

Vielmehr wird zunächst frisch grob gemahlenes Kaffeepulver mit kaltem Wasser verrührt, anschließend wird dieser Ansatz für 8 bis 12 oder sogar 18 bis 24 Stunden im Kühlschrank deponiert. Danach wird er durch ein recht feines Sieb abgegossen. Dabei handelt es sich unbestritten um ein ausgesprochen schonendes Verfahren der Kaffeezubereitung, bei dem weniger Bitterstoffe und Säuren, aber mehr Röstaromen freigesetzt werden. Dabei bleiben die vorteilhaften Inhaltsstoffe von Kaffee enthalten, wie Antioxidantien, Pflanzenstoffe und andere. So besticht Cold Brew also durch sehr feine Aromen und große Bekömmlichkeit.

Gar nicht so neu

Eine neue Erfindung ist diese Kaltextraktion beileibe nicht: Asiaten und Südamerikaner trinken den Kaffee schon seit Generationen so. In Fernost kennt man ihn bereits seit dem 17. Jahrhundert als „Dutch Coffee“, weil die holländischen Seeleute der ehrenwerten Vereenigde Oostindische Compagnie auf ihren Seepassagen zwar jede Menge Zeit, aber wenig heißes Wasser hatten. Deshalb extrahierten sie zerstoßene Kaffeebohnen über viele Stunden kalt. Noch älter ist Cold Brew Kaffee im Kyoto-Stil: Schon vor Jahrhunderten war der kalte Kaltansatz von Kyoto aus in ganz Japan populär geworden.

Nur zwei Voraussetzungen

Für einen guten Cold Brew braucht es einerseits einen Kaffee mit möglichst fruchtiger Röstung und anderseits grob gemahlene Bohnen – denn je gröber der Mahlgrad, umso flüchtiger werden die bitteren, dunklen Aromen ausgewaschen. So wird nicht allein der harmonisch-florale Geschmack betont. Zudem sind Cold Brews wesentlich magenschonender.

Ein Vergleich:
Während das Wasser in der Espressomaschine mit bis zu zwölf Bar schnell durch den Siebträger schießt, wird der gemahlene Kaffee beim Cold Brew in Zeitlupe ausgewaschen. So dauert es bei verschiedenen professionellen Apparaturen, die an Sanduhren erinnern, etwa zwölf Stunden, um einen Liter Wasser über die Einsatzmenge von
100 Gramm Kaffee rinnen zu lassen.

Leicht selbst gemacht

Wer die Zubereitung eines Cold Brews ohne viel Firlefanz ausprobieren will, gibt 200 bis 250 Gramm recht grob gemahlenen Kaffee in einen Liter Wasser, rührt danach alles durch und lässt seinen Ansatz mindestens zwölf Stunden stehen. Dann wird das Wasser durch einen Porzellanfilter oder ein grobmaschiges Leinentuch abgeseiht. Wer es nicht ganz so stark mag, kann es mit 80 oder 100 Gramm Kaffeemenge ausprobieren. Cold Brew ist pur getrunken ein Hochgenuss. Doch er ist auch eine hervorragende Basis für allerlei andere Getränkekreationen.

Der Tausendsassa

Cold Brew Kaffee schmeckt aufgegossen mit eisgekühltem Tonicwasser oder schlicht auf etwas Eis und mit einer Scheibe Zitrone – wobei die Eiswürfel auch gut aus dem Cold Brew hergestellt werden können. Wunderbare Cocktails lassen sich ebenfalls mit Cold Brew Kaffee zubereiten. Dazu gibt zahlreiche Möglichkeiten: Verfeinert mit Rum präsentiert sich Cold Brew Kaffee in einer karibischen Variante, ein Cold Brew Sour kommt mit Whiskey, Cognac, Zitronen- und Orangensaft und ein Gin Tonic Coffee mit Cold Brew ist der ideale Wachmacher.

So lässt sich Cold Brew auf vielfältige Weise genießen. Mal auf Eis, mal in einem Proteinshake, mit Fruchtsaft oder Mandelmilch und ein anderes Mal sogar zum Backen: Sieht das Backrezept den Einsatz von Kaffee vor, entfallen lange Wartezeiten bis zum Abkühlen des Kaffees: Die Zubereitungszeit wird kürzer, die Kreativität größer und die frischen Backwaren schmecken weder langweilig noch bitter.

Das Fazit

Cold Brew Kaffee ist mehr als lediglich kalter Kaffee. Das Kaffeepulver wird kalt und mit viel Zeit extrahiert, danach ist Cold Brew eine wunderbare Alternative zum herkömmlichen Eiskaffee, ein vielseitiger, bekömmlicher Genuss.

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